Fliehe nicht vor der Realität, sondern erkenne sie. Eine erkannte Realität sollte man nicht versuchen zu ändern, wenn man gehen kann. Denn Akzeptanz ist eine Form von Respekt – gegenüber sich selbst und seinem Gegenüber.
Das unbewusste Festhalten an Idealen und die Hoffnung, dass sich die Realität doch noch unseren Vorstellungen anpasst, ist oft eine Flucht vor der Wahrheit. Wer versucht, den anderen zu ändern, liebt nicht den Menschen, sondern nur das eigene Wunschbild. Die wahre Befreiung liegt in der Einsicht, diese Projektionen loszulassen. Erst wenn man aufhört, das Gegenüber passend machen zu wollen, respektiert man dessen wahres Sein – und gewinnt die eigene Freiheit zurück, zu gehen.Denn wer die Realität wirklich akzeptiert, braucht keine Wut mehr als Antrieb zum Gehen. Man geht nicht im Groll, sondern in der friedlichen Einsicht, dass beide Seiten das Recht haben, so zu sein, wie sie sind – nur eben nicht mehr gemeinsam.
— Daniel Piatek
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