Vielleicht ist etwas interessantes dabei? Viel Spaß beim Lesen.

Singularität

Die Raumzeit – eine andere Vorstellung der Krümmung

Wenn wir Bilder von schwarzen Löchern betrachten, sehen wir häufig einen Trichter. Er soll zeigen, wie stark die Raumzeit durch eine große Masse gekrümmt wird. Doch ein Trichter zeigt die Krümmung nur auf eine bestimmte Weise. Er kann leicht den Eindruck erwecken, als würde sich alles nur in eine Richtung nach unten biegen.

Ich habe mir deshalb eine andere Darstellung vorgestellt.

Stell dir eine Kugel vor, um die herum sich viele feine Haare befinden. Alle Haare verändern ihre Richtung und krümmen sich rund um die Kugel. So lässt sich besser vorstellen, dass die Wirkung der Gravitation nicht nur von oben oder unten kommt, sondern in alle Richtungen betrachtet werden muss.

Bei einem schwarzen Loch wird Materie unter ihrer eigenen Gravitation immer stärker zusammengedrückt. Dabei verändert sich auch die Raumzeit. Wenn ein Ereignishorizont entsteht, bildet sich eine Grenze, aus der keine Information mehr nach außen gelangen kann.

Ich frage mich, ob man diesen Vorgang anschaulicher darstellen kann, indem man sich vorstellt, dass der betroffene Bereich von allen Seiten umschlossen wird – statt die Raumzeit lediglich als einen nach unten führenden Trichter zu zeigen.

Auch die Rotation ist dabei interessant. Sterne und schwarze Löcher können Drehimpuls besitzen. Dadurch unterscheiden sich ihre Bewegungen von einer einfachen geraden Bewegung zur Mitte. Bei rotierenden schwarzen Löchern beeinflusst die Rotation zusätzlich die Raumzeit.

Meine Darstellung ist deshalb zunächst eine eigene Vorstellung, die zum Nachdenken anregen soll. Sie ist keine neue, wissenschaftlich bestätigte Theorie. Ob sich daraus ein weiterführendes Modell entwickeln lässt, müsste anhand der bekannten physikalischen Gesetze untersucht werden.

Manchmal beginnt eine neue Frage damit, dass man ein bekanntes Bild aus einem anderen Blickwinkel betrachtet.

— Daniel Piatek

Kommentar verfassen